Ein Ort voller Geschichte und Geschichten: Zweiter Tag

Istanbul3Wenn man nur einen Ort in Istanbul besuchen dürfte, der sinnbildlich für die Geschichte der Stadt steht, dann müsste es die Hagia Sophia sein. Als christliche Kirche erbaut und nach der Eroberung Konstantinopels im 15. Jahrhundert zur Moschee umgeweiht, wurde sie schließlich unter Atatürk in ein Museum, ein Erbe der Menschheit, losgelöst vom Glauben, umgewandelt. Weiterlesen

Ein Spaziergang durch Istanbul: Erster Tag

Istanbul2Unser Hotel liegt in der Altstadt, die tagsüber voller Touristen, nachts hingegen ruhig sein soll. Außer den umherstreunenden Hunden hält sich auch jeder weitestgehend an die von meinem Reiseführer vorhergesagte Nachtruhe. Mit der ersten Dämmerung weckt mich der ferne Ruf des Muezzins zum Fajr, dem Morgengebet. Weiterlesen

Sayōnara!

UenoSeit meiner letzten Reise wusste ich bereits, dass mich auf der ersten Teilstrecke nach Tokio, von Fukuoka bis Ōsaka, fast nur Tunnel erwarten würden. Eigentlich handelt es sich um einen einzigen, hunderte Kilometer langen Tunnel. Drei Stunden währende Dunkelheit. Die Landschaft sieht man nur für Sekundenbruchteile am Fenster vorüber hetzen. Auch im Abteil bot sich mir der ständig gleiche Anblick: Menschen in schwarzen Anzügen, weißen Hemden, grauen Socken und schwarzen Schuhen. An jeder Station wurden die Menschen in den Anzügen einmal ausgetauscht. Ich nahm Meine Reisen mit Herodot von Ryszard Kapuściński zur Hand und las:

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Auf dem Weg nach Tokio oder noch eine Samurai-Geschichte

SakamotoReisetage haben immer zwei Seiten. Einerseits verbringt man lange Zeit sitzend in Bussen, Zügen, auf Bahnhöfen. Die Zeit, die einem dann noch bleibt, lässt keine großen Unternehmungen zu. Planlos schlendert man durch die Orte, die für das Gefüge der großen Reise nur eine Notwendigkeit darstellen, aber eigentlich zum Vergessen bestimmt sind. Doch den Kopf nicht voller Pläne zu haben, öffnet den Blick für die kleinen Geschichten.

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Yakushima

YakushimaBei strahlendem Sonnenschein betrat ich die Fähre, die in Kagoshima vor Anker lag. Auf der anderen Seite der Kinko-Bucht erhob sich dunkel der Vulkan Sakurajima. Über seinem südlichsten Gipfel, dem Minami-dake, hing bedrohlich eine Rauchfahne. Mein Ziel, die Pazifikinsel Yakushima verfügt zwar über 32 Vulkane, doch die sind alle erloschen. Das Meer hatte eine tiefblaue, beinahe schwarze Färbung. Zur Ausfahrt ertönten hawaiianische Klänge. Aloha ‚Oe!
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Von Ampeln, spuckenden Vulkanen und rohem Fisch

AsoKumamoto ist eine Stadt der Ampeln, der roten Ampeln, muss ich hinzufügen. Weder in der Tram noch zu Fuß bin ich je an eine Kreuzung gekommen, an der ich nicht hätte warten müssen. Und man wartet sehr lange an Kumamotos Ampeln. Verglichen mit der Zeit, in denen die Erdkräfte die bizarre Vulkanlandschaft Kyushus geformt haben und jeden Tag formen, ist so ein Ampelstopp jedoch recht kurzweilig.

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